Absichtserkennung
Definition
Absichtserkennung ordnet eine sprachliche Anfrage einer unterstützten Aufgabe zu.
Absichtserkennung bezeichnet hier die Zuordnung einer Äußerung zu einer Aufgabenklasse in einem Dialogsystem. Das System muss auch mit Anfragen umgehen, die zu keiner seiner unterstützten Klassen gehören.
Einfach erklärt
Wie am Empfang wird Deine Äußerung einer passenden Aufgabe zugeordnet; verborgene Gedanken werden dabei nicht gelesen.
Warum das im Alltag wichtig ist
Vor dem Einsatz sollten unterstützte Anliegen und der Umgang mit unbekannten oder unklaren Anfragen festgelegt werden.
Beispiel aus dem Mittelstand
Mögliches Beispiel: Ein Serviceassistent unterscheidet Terminwunsch und Statusanfrage und leitet unpassende Anliegen zur manuellen Klärung weiter.
Grenzen und Fallstricke
- Nicht jede Anfrage gehört zu einer bekannten Klasse. Die zitierte Untersuchung zeigt, dass gute Ergebnisse bei bekannten Anliegen nicht automatisch gute Erkennung unbekannter Anliegen bedeuten.
Entstehung & Geschichte
Larson und Mitautoren veröffentlichten 2019 einen Datensatz zur gemeinsamen Untersuchung von Absichtsklassifikation und Anfragen außerhalb des unterstützten Bereichs.
Anwendung im Mittelstand
- Denkbare Einsatzfelder sind interne IT-Anfragen und Terminservices; unbekannte Anliegen würden über eine vorgesehene Ausweichroute bearbeitet.
Häufige Fragen
Erkennt das System Gedanken?
Nein, hier werden sprachliche Anfragen klassifiziert.
Kann jede Anfrage einfach der ähnlichsten Klasse zugeordnet werden?
Das wäre problematisch, wenn sie außerhalb des unterstützten Bereichs liegt.
Quellen
- An Evaluation Dataset for Intent Classification and Out-of-Scope Prediction · Larson et al. (2019): An Evaluation Dataset for Intent Classification and Out-of-Scope Prediction
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