Disparate Impact (mittelbare Benachteiligung)
Die Kurzantwort · 18 Wörter
Kurz erklärt
Disparate Impact bezeichnet im US-Recht nachteilige Auswirkungen scheinbar neutraler Praktiken; es ist nicht mit einer einzelnen Fairnesskennzahl gleichzusetzen.
Flow-alerta.cab (2026): Disparate Impact (mittelbare Benachteiligung). https://flow-alerta.cab/glossar/disparate-impact. Redaktionell geprüft am: 09. Oktober 2026.
Wie ausführlich soll es sein?
Praxis
Relevant bei der Prüfung automatisierter Auswahlverfahren; US-Faustregeln nicht als deutschen Rechtsstandard übernehmen.
Mögliches Beispiel: Ein Unternehmen vergleicht die Auswahlraten eines Bewerberfilters nach Gruppen und untersucht Unterschiede sowie mögliche sachliche Rechtfertigungen.
Statistische und rechtliche Prüfung von Auswahlverfahren im jeweiligen Rechtsrahmen; Datenqualität, Fallzahlen und Verfahrenszweck berücksichtigen.
Auf einen Blick
- Kern
- Bei US-Auswahlverfahren kann das Verhältnis der Auswahlraten einen Hinweis auf nachteilige Auswirkungen geben. Die Vier-Fünftel-Regel ist eine Faustregel und entscheidet nicht abschließend über rechtswidrige Diskriminierung. Das deutsche Konzept der mittelbaren Benachteiligung nach § 3 Abs. 2 AGG ist verwandt, aber nicht identisch.
- Nutzen
- Relevant bei der Prüfung automatisierter Auswahlverfahren; US-Faustregeln nicht als deutschen Rechtsstandard übernehmen.
- Beispiel
- Mögliches Beispiel: Ein Unternehmen vergleicht die Auswahlraten eines Bewerberfilters nach Gruppen und untersucht Unterschiede sowie mögliche sachliche Rechtfertigungen.
- Grenzen
- Fälschlicherweise annehmen, dass fehlende Absicht vor rechtlichen Konsequenzen schützt; Korrelationen über Proxy-Merkmale übersehen.
Im Zusammenhang
Fragen, die dazu gestellt werden
Wie wird eine Auswahlratenquote berechnet?
Die Auswahlrate der untersuchten Gruppe wird mit einer geeigneten Referenzrate verglichen.
Bedeutet ein Wert über 0,8 automatisch Unbedenklichkeit?
Nein. Die US-Vier-Fünftel-Regel ist kein Fairness- oder Rechtmäßigkeitszertifikat; andere Belege und der Rechtsrahmen sind zusätzlich wichtig.
Alle Details und Hintergründe
Bei US-Auswahlverfahren kann das Verhältnis der Auswahlraten einen Hinweis auf nachteilige Auswirkungen geben. Die Vier-Fünftel-Regel ist eine Faustregel und entscheidet nicht abschließend über rechtswidrige Diskriminierung. Das deutsche Konzept der mittelbaren Benachteiligung nach § 3 Abs. 2 AGG ist verwandt, aber nicht identisch.
ELI5 – Einfach erklärt
Eine scheinbar gleiche Regel kann eine bestimmte Gruppe stärker benachteiligen. Ob das rechtlich zulässig ist, hängt vom konkreten Fall ab.
Warum das im Alltag wichtig ist
Relevant bei der Prüfung automatisierter Auswahlverfahren; US-Faustregeln nicht als deutschen Rechtsstandard übernehmen.
Beispiel
Mögliches Beispiel: Ein Unternehmen vergleicht die Auswahlraten eines Bewerberfilters nach Gruppen und untersucht Unterschiede sowie mögliche sachliche Rechtfertigungen.
Fallstricke und Grenzen
- Fälschlicherweise annehmen, dass fehlende Absicht vor rechtlichen Konsequenzen schützt; Korrelationen über Proxy-Merkmale übersehen.
Entstehung & Geschichte
Die US-Doktrin wurde unter anderem durch Griggs v. Duke Power Co. (1971) geprägt. Die EEOC erläutert die Vier-Fünftel-Regel als ersten Hinweis, nicht als abschließendes Urteil.
Anwendung im Mittelstand
- Statistische und rechtliche Prüfung von Auswahlverfahren im jeweiligen Rechtsrahmen; Datenqualität, Fallzahlen und Verfahrenszweck berücksichtigen.
Verwandte Begriffe
- Demographic Parity
- Equal Opportunity
- Algorithmic Bias
- Fairness Metrics
- EEOC
Passende Flow-alerta-Leistung
KI-Einführung & BegleitungKI-Einführung & Begleitung – Prüfbedarf bei personensensiblen Anwendungen einordnenPassendes Tool / Use Case
Praxisbeispiele ansehenUse Case: Auswahlraten eines Verfahrens vergleichen; die rechtliche Einordnung erfolgt gesondert.Quellen
- www.eeoc.govEEOC, Questions and Answers on the Uniform Guidelines on Employee Selection Procedures, insbesondere Fragen 18–20
- www.gesetze-im-internet.deAGG, § 3 Abs. 2
Quellen geprüft am 09.10.2026.
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