Zum Inhalt springen

    Jevons-Paradoxon

    Lesezeit: 2 Min.Redaktionell geprüft am:
    ← Alle Begriffe

    Definition

    Das Jevons-Paradoxon beschreibt die Möglichkeit, dass Effizienzsteigerungen den Gesamtverbrauch einer Ressource erhöhen statt senken.

    Wenn eine Ressource pro Nutzung günstiger oder effizienter wird, kann die Nutzung so stark steigen, dass der Gesamtkonsum zunimmt. Ob das tatsächlich passiert, hängt von Elastizitäten und Kontext ab.

    Einfach erklärt

    Wie wenn ein sparsameres Gerät so viel häufiger genutzt wird, dass am Ende mehr Energie verbraucht wird.

    Warum das im Alltag wichtig ist

    Relevant für KI- und Automatisierungsstrategien, weil billigere Rechen- oder Arbeitsprozesse zusätzliche Nachfrage auslösen können.

    Beispiel aus dem Mittelstand

    Sinken die Kosten pro KI-Anfrage stark, kann die Zahl automatisierter Anfragen schneller wachsen als die Effizienzgewinne.

    Grenzen und Fallstricke

    • Das Paradoxon als Naturgesetz darstellen; direkten und gesamtwirtschaftlichen Rebound vermischen; Messzeitraum ignorieren.

    Entstehung & Geschichte

    William Stanley Jevons beschrieb 1865, dass effizientere Kohlenutzung den Gesamtverbrauch steigern kann. Spätere Forschung diskutiert Rebound-Effekte differenzierter.

    Anwendung im Mittelstand

    • Mögliche Anwendung: Business Cases nicht nur pro Vorgang rechnen, sondern auch erwartetes Mengenwachstum und neue Nutzung berücksichtigen.

    Häufige Fragen

    Steigt der Verbrauch nach einer Effizienzsteigerung immer?

    Nein. Was bezeichnet das Jevons-Paradoxon? Den Fall, in dem zusätzliche Nachfrage die Einsparungen überkompensiert und der Gesamtverbrauch steigt. Ein allgemeiner Rebound kann Einsparungen auch nur teilweise mindern.

    Quellen

    Quellenprüfung: 10./11.10.2026.

    Redaktionell geprüft am:

    Auf dieser Seite

    Nächster Schritt

    Vom Wissen zur Anwendung