Instrumentvariable
Definition
Eine Instrumentvariable hilft unter bestimmten Annahmen, kausale Effekte trotz unbeobachteter Störfaktoren zu identifizieren.
Ein gültiges Instrument beeinflusst die erklärende Variable, wirkt auf das Ergebnis aber nur über diese Variable und darf nicht mit relevanten unbeobachteten Confoundern verbunden sein. Diese Annahmen sind stark und müssen begründet werden.
Einfach erklärt
Wie einen äußeren Hebel zu nutzen, der Behandlung verändert, aber das Ergebnis nicht auf einem anderen Weg beeinflusst.
Warum das im Alltag wichtig ist
Relevant für kausale Analysen, wenn randomisierte Experimente nicht möglich sind und geeignete natürliche Variation existiert.
Beispiel aus dem Mittelstand
Ein Forschungsteam nutzt eine plausibel exogene Regeländerung als Instrument, um den Effekt einer Maßnahme zu untersuchen.
Grenzen und Fallstricke
- Schwache Instrumente; Exclusion Restriction unbegründet annehmen; Korrelation des Instruments mit Confoundern ignorieren; lokale Effekte verallgemeinern.
Entstehung & Geschichte
Instrumentvariablen werden unter geeigneten Annahmen zur Behandlung endogener Regressoren eingesetzt. Die Stata-Dokumentation erläutert dies für lineare IV-Modelle.
Anwendung im Mittelstand
- Mögliche Anwendung: anspruchsvolle Wirkungsanalysen; im Mittelstand meist eher mit Statistikexpertise oder externen Fachleuten.
Häufige Fragen
Reicht Korrelation des Instruments mit der Behandlung?
Nein. Was ist ein schwaches Instrument? Eines, das die Behandlung nur wenig erklärt und Schätzungen instabil machen kann.
Quellen
- Imbens & Rubin (1996), Identification of Causal Effects Using Instrumental Variables · Angrist, Imbens & Rubin (1996), Identification of Causal Effects Using Instrumental Variables
- ivregress, lineare IV-Modelle · Stata, ivregress, lineare IV-Modelle
Quellenprüfung: 10./11.10.2026.
Redaktionell geprüft am: