Zusätzliche Werbewirkung (Incrementality)
Definition
Incrementality misst den kausalen zusätzlichen Effekt einer Maßnahme gegenüber dem, was ohne sie passiert wäre.
Im Marketing wird dafür idealerweise eine Kontrollgruppe mit einer behandelten Gruppe verglichen. Dadurch soll zwischen bloßer Attribution und tatsächlich verursachter zusätzlicher Wirkung unterschieden werden.
Einfach erklärt
Wie nicht nur zu fragen, welcher Kanal vor dem Kauf auftauchte, sondern ob der Kauf ohne die Werbung trotzdem passiert wäre.
Warum das im Alltag wichtig ist
Relevant für Werbebudget und Kampagnenbewertung, weil Attributionsmodelle keine Kausalität garantieren.
Beispiel aus dem Mittelstand
Eine Kampagne wird mit einer geeigneten Kontrollgruppe getestet, um zusätzliche Conversions statt nur zugeordneter Conversions zu schätzen.
Grenzen und Fallstricke
- Attribution als Incrementality ausgeben; schlecht randomisierte Gruppen; Überschneidungen und Spillover ignorieren; kleine Effekte mit zu wenig Teststärke messen.
Entstehung & Geschichte
Incrementality-Tests knüpfen an kontrollierte Experimente und kausale Inferenz an. Werbeplattformen bieten dafür unter anderem Conversion-Lift-Experimente an.
Anwendung im Mittelstand
- Mögliche Anwendungen: Kampagnenbudget, Kanaltests, Promotions und andere Marketingmaßnahmen mit kontrolliertem Vergleich.
Häufige Fragen
Ist Attribution dasselbe wie Incrementality?
Nein. Was können randomisierte Experimente mit einer geeigneten Kontrollgruppe leisten? Sie können die zusätzliche Wirkung schätzen. Andere Verfahren benötigen eigene Annahmen und Validierung.
Quellen
- Conversion Lift · Google Ads Help, Conversion Lift
Quellen geprüft am 10.10.2026.
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